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El Priorat
Wir haben das vergangene Wochenende housesitting für Francesc in Vilosell gemacht. Er hat uns sein Auto überlassen, und wir haben dafür den Garten gewässert. Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp in Montblanc gemacht. Oben die Hauptkirche Santa Maria la Mayor und unten das Hospital de Santa Magdalena sind neben der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer mit ihren ca. 30 Wachtürmen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Neben dem Kloster Poblet, dass wir bei unserem letzten Besuch in Vilosell besichtigten, ist Montblanc eines der Highlights in der Conca de Barberá, dessen liebliche Landschaft ich bei einem Abendspaziergang im folgenden Foto festzuhalten versuchte.
Am Sonntag machten wir uns dann auf den Weg ins Priorat mit Zwischenstopps in Albarca, einem Zwanzigseelendorf auf einem steil emporragenden Hügel...
... und dem Stausee von Siurana. Ein Paddel- und Badeparadis mit der Sierra de la Mussara als beeindruckender Kulisse. Hoch oben auf dem Felsen hier unten rechts im Bild befindet sich, unglaublich aber wahr, die Ortschaft Siurana.
Erst machten wir einen Spaziergang zur Mitte der Staumauer, und auch ein Sprung ins klare Wasser des Sees musste natürlich sein...
...und dann gings die schwindelerregenden Serpentinen hinauf ins Dorf, errichtet auf der Felsenplatform hoch über dem Tal. Im Bild unten ist schwach im Hintergrund nochmal die Staumauer zu erkennen.
Das Weinbaugebiet El Priorat hat sich einen Spitzenplatz in der Weltrangliste erobert. Und dass, im krassen Gegensatz zur viel bekannteren Rioja, nicht durch Massenproduktion, die hier auf den kargen und schwer zugänglichen Hängen nicht möglich ist. Jede Traube wird unter großen Mühen der rauen Landschaft abgerungen, die Lagen sind sehr klein und über die verschiedenen Hügel verteilt. Hier unten ein Suchbild!
Der Ursprung der Weinproduktion der Gegend geht auf die Kartäusermönche zurück, die hier im zwölften Jahrhundert die Gegend zu kultivieren und rechristianisieren begannen. Und dementsprechend steinalt sind hier einige Rebstöcke und tief ihre Wurzeln im schiefrigen Grund. Womit die Winzer die enorme Tiefe und Komplexität der Aromen ihrer Produkte begründen.
Mit dem Massiv des Montsant im Rücken suchten hier die ersten Mönche die Einsamkeit um ihren extrem zurückgezogenen Lebensregeln zu folgen. Scala Dei entwickelte sich im Mittelalter zu einem sehr einflussreichen Motor der Entwicklung der Region, was die Pracht des Klosterbaus mit seinem Höhepunkt im XVIII. Jhd. begründet.
Die Reste der zuletzt klassizistisch überformten Anlage sind nach ihrer Auflassung und gewaltsamer Zerstörung noch immer tief beeindruckend!
Was man wohl auch von den Weinen gleichen Namens behaupten kann...
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