Dieses Wochenende machten wir einen Ausflug in die Garrotxa. Die Luftbilder sind aus dem Netz entliehen. Sie veranschaulichen besser als viele Worte die Landschaft des Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa mit seinen insgesamt 40 Vulkanen, die als "inaktiv" jedoch nicht als erloschen gelten (soll einen das jetzt beruhigen?).
Unser Rundweg führte uns zunächst an den zerklüfteten Kanten des Croscat vorbei. Der höchste Vulkan der Region hier oben aus der Luft und unten zwei Ansichten seiner verschiedenen Seiten.
Sehr eindrücklich ist die enorme Narbe zu sehen, in der der sehr poröse Bimskies stetig weiter erodiert. Man kann tatsächlich das aus der Hydrokultur allgemein bekannte rötliche Gestein mit bloßen Händen von den teilweise senkrechten Abbruchkanten abkratzen.
Die deutlich erkennbaren Schichtungen schwarzer Asche lassen erahnen was hier vor 10.000 Jahren noch am brodeln war. Wir scheuen uns aber dennoch nicht, in den Krater des Vulkans Santa Margarita hinabzusteigen. Seine 682m Kantenhöhe machen einen steilen An- und Abstieg erforderlich. Inmitten des Kraters von ca. 2.000m Durchmesser befindet sich eine romanische Kapelle. Der beginnende Regen hielt uns von einer längeren Picknickpause ab...
...und auf dem weiteren Weg überraschte uns dann auch noch ein heftiger Hagelschauer. Als später wieder die Sonne hervorkam, gab´s zum Trost den tollen Blick auf die leicht angepuderten Pyrenäengipfel.
Der Weg führte uns an einer wunderschönen und sehr gut erhaltenen Masia vorbei. Selten sieht man diese typischen Landhäuser in so reiner Originalform. Und das, ohne hermetisch abgeschirmter Sommersitz reicher Schnösel zu sein, oder umgenutzt zu einem Landhotel mit 5 Sternen und Spa.
Ein ausgedehnter Buchenwald, mit Hagelkörnern, Herbstlaub und Sonnenstrahlen in eine beinahe unwirklich märchenhafte Atmosphäre getaucht.

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