lunes, 6 de octubre de 2008

La Rioja

Letzte Woche waren wir in der Rioja. Die bekannteste Weinregion Spaniens befindet sich im Norden der iberischen Halbinsel und erstreckt sich außer in der Provinz gleichen Namens auch über die Nachbarprovinzen Álava (Baskenland) und Navarra. Im Herbst ist natürlich die Zeit der Lese. Die Trauben waren auch überall prall und süß, aber die Lese sollte erst in der nächsten Woche beginnen.
Das Landschaftsbild wird geprägt durch den Wein und die umgebenden Gebirge, wie hier unten zum Beispiel die Sierra Cantabria mit ihren steil aufragenden Felswänden.
Im Tal des Ebro ist die Landschaft von kleinen Hügeln durchsetzt und auf einem dieser Hügel befindet sich die kleine Stadt Laguardia, wo wir in einem netten schlichten Hotel übernachteten, das, wie wir schnell herausfanden, die besten Tapas und Pinchos der Stadt anbietet.
Die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen ist noch vollständig erhalten und wird von den Fenstern der Wohnhäuser, die an ihrer Innenseite liegen malerisch perforiert.
Fünf Tore führen in das Innere...
...mit seinem engen Netz von Gassen und vielen mittelalterlichen Gebäuden.
Klar, dass es in der Rioja nur so wimmelt von Bodegas. Wir haben uns zum Besuch einige der auch architektonisch interessanteren ausgewählt:
Ysios mit seinem Wellendach von Calatrava (man kriegt schon einen Schwips nur vom angucken)...
Baigorri mit seinem Gebäude das ein wenig miesschen Geist atmet (Architekt Iñaki Aspiazu)...
Marqués de Riscal und der faszinierende Schrotthaufen (sagt Mutti!) von Frank Gehry...
Ramón López de Heredia ist eine der größten Bodegas in der Rioja und seine "Tiffany-Architektur" (das sag ich!) wird neuerdings ergänzt mit einem skulpturalen Werk von Zaha Hadid.
Wir haben einige Führungen durch die Kellereien mitgemacht und dabei viel über die Methoden der Weinproduktion gelernt. Aber natürlich immer auch davon probiert und uns einen kleinen Vorrat angelegt ;-)
Ein anderes prägendes Merkmal der Landschaft ist der Ebro, der mäandrierend durch die Weinberge fließt. Ein wildnatürliches Landschaftsschutzgebiet in betörendem Grün.
Über einen Pass der Sierra Cantabria gelangt man zum Naturpark Izki. Hier machten wir eine wunderschöne Bergwanderung und genossen die spektakulären Panoramen...
...gespikt mit pitoresken Felsformationen.
Am Abend des selben Tages (was für ein Programm!!!) fuhren wir noch nach Vitoria Gasteiz. Die Hauptstadt des Baskenlandes in der Provinz Álava hat uns sehr gut gefallen und ist unbedingt einen Abstecher wert!
Die Plaza de España...
... und die verwinkelten Stiegen der Cuesta de San Vicente müssen hier jetzt als Beispiele genügen.
Ein weiterer Ausflug führte uns nach Logroño, Hauptstadt der Rioja und Station des Jakobsweges, hier mit seinem Teilstück, der steinernen Brücke über den Ebro.
Typisch für Logroño sind die Arkadengänge und emblematisch für die Stadtsiluette die Doppeltürme der Santa Maria de la Redonda.
Die Klöster Suso und Yuso liegen in der Sierra de la Demanda die das Ebrotal im Süden begrenzt. Das größere Yuso ("das Untere") wurde im 17. Jhd. als Ersatz für das zu klein gewordene Suso ("das Obere") errichtet.
Der Ursprung Susos geht auf den Eremiten San Millán zurück, der hier im 6. Jhd. in einer Felsenhöhle lebte und seine manigfachen Wunder vollbrachte. Abgesehen von seinem landschaftlichen und architektonischen Reiz, ist das Ensemble bekannt, da hier die ersten bisher nachgewiesenen Texte in kastilianischer Sprache geschrieben wurden. Kommentare eines Mönches am Rande des lateinischen Bibeltextes zur besseren Verständlichkeit für die einfachen Leute in ihrem gesprochenen Akzent (Glosas Emilianenses, ~1040).
Das Gebäude des ersten Klosters besteht aus mehreren Erweiterungen beginnend mit dem Kernbau um das Jahr 1000. Der Blick aus der Loggia auf das in das Tal eingebettete Yuso:
Am Nachmittag machten wir uns von hier aus auf den Weg zu einer Bergwanderung in die Sierra de la Demanda. Der Pfad stieg sofort steil bergauf...
...aber die Mühe wurde mit herrlichen Blicken und einer berauschenden Stille der einsamen Bergwelt belohnt. Die Schreie der Raubvögel, das Summen der Fliegen und das Bimmeln der Kuhglocken sind das ganze Geräuschpanorama hier oben!
Die kleine Stadt Santo Domingo de la Calzada, hier unten der Rathausplatz, liegt ebenfalls auf dem Jakobsweg.
Die Kathedrale und die alten Herrenhäuser prägen das Stadtbild...
...und die vielen Pilger, die hier in einer Herberge auf ihrem langen Weg nach Santiago de Compostela Station machen.
In einem anderen Tal der Sierra de la Demanda liegt Ezcaray. Ein malerisches Bergdorf mit seinen herrschaftlichen Häusern, oft mit Storchennestern gekrönt, wie hier unten zu sehen. Die Störche sind jetzt aber natürlich schon im Süden. Hier fängt´s ja bald zu schneien an.
Wir mieteten uns Fahrräder und fuhren auf einem...
...meist nur leicht ansteigenden Weg bis zum Talende...
...zum Dorf Posadas, wo wir heißersehnt unser Picknick (sensationelle Bocadillos mit Schnitzel und Paprika!) verzehrten. Die Architektur hier oben erinnert mich an die Bergdörfer im Engadin.
Am Ende der wunderschönen und abwechslungsreichen Woche wurde dann auch die Herbstfärbung der Reben immer deutlicher. Und die ersten Bodegas begannen mit der Lese.

1 comentario:

Anónimo dijo...

Hola!!
muy bonitas las fotos, hoy por fin las he visto, al igual que las de tus padres y las primeras que hay, eso es en Alemania? ("Crisis"), imagino que lo que explicas en aleman es que hay crisis en todas partes no? a ver si yo encuentro trabajo!! besitos a los dos.
Montse